Lanzarote

Touristenrummel verändert die Insel Lanzarote

Hier ein Beispiel für den schlechten Einfluß des Massentourismus auf die Natur und Gebräuche auf Lanzarote

1. Auf dieser Insel wird der "traditionelle" Schafskäse Majorero angeboten. Sehr eigenartig, denn Schafe wird man auf Lanzarote kaum zu Gesicht bekommen. Denn, es gibt dort fast kein Weideland. Die Schafe leben fernab von der Natur in einer Art Fabrik mit riesigen Futtersilos vor den Hallen. Auf der Straße LZ30 von Uga nach Teguise findet man diese "Schafsfabrik" kurz vor Teguise auf der rechten Seite. Besucher sind nicht willkommen.

2. In Uga gibt es "Lanzaroter Räucherlachs" aus eigener Räucherei und das seit vielen Jahren, ein sehr gut laufender Laden. Allerdings gibt es vor Lanzarote im Atlantik  keinen Lachs im Meer. Der Lachs kommt aus norwegischen Zuchtanlagen. Da der Lachs kein Herdentiert ist, aber als Herde gezüchtet wird, müßen die Tiere mit reichlich Chemie versorgt werden, damit sie nicht krank werden. Also wie bei deutschen Schweinen. 

Daher auch unter Köchen der Spruch "Lachse sind die Schweine der Meere"

Ja, und da ist zur Krönung auch noch die Sprache von einer eigenen Räucherei. Dumm nur, dass es auf Lanzarote kein geeignetes Material zum Räuchern gibt. Vielleicht kaufen deshalb die Touristen den Lachs zu völlig überhöhten Preisen.

3. In allen Restaurants gibt es die "typischen einheimischen" Seezungen. Auch sehr eigenartig, denn Seezungen kann man vor Lanzarote nicht fischen. Gemeint sind die minderwertigen Atlantikzungen.

4. Die Bauwut verändert ganze Landstriche, 100e Häuser stehen leer, doch es wird immer weiter gebaut. Immer dichter an´s Meer und die Vulkane. Oelbohrinseln werden auch bald installiert, schade !

Vor 15 Jahren war der Norden noch etwas natürlich, das ist jetzt auch vorbei. Der Süden und Osten sind schon lange entstellt.

Das alles und mehr hat mich bewogen nicht mehr nach Lanzarote zu fliegen. Hoffe nur, dass es auf Sardinien nicht zu solchen Auswüchsen kommt.

In 20 Jahren hat sich Lanzarote doch sehr nachteilig entwickelt, so wie viele  Inseln der Balearen und Kanaren. Wäre schön, wenn es auf Nordwestsardinien so bleibt wie es jetzt ist.

 

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