Irreführende Werbung?

Hier erscheinen ab und zu Werbeaussagen der Lebensmittelindustrie die, vorsichtig gesagt, etwas bedenklich sind.

 

Simmertaler Rind für Hamburger?

Ach sooo ist das...

Für die Hamburgerherstellung wird fast ausschließlich Fleisch von alten und ausgepauerten Milchkühen verwendet. Dieses Fleisch von mitleideregenden sog.Turbo-Milchkühen ist als Steak kaum genießbar. Das Fleisch ist extrem zäh, faserig, geschmacklos und billig und mit Fleisch von sogenannten Fleischrindern nicht zu vergleichen. Milchkühe werden für die Hamburgerherstellung regelrecht geschreddert, weil die Kühe als Milchgeber ausgepauert sind und kein Profit mehr bringen. Der Fachmann unterscheidet zwischen Milch - und Fleischkuh. Die Hamburgerindustrie kennt diesen Unterschied oft nicht. Die sogenannten Simmer- taler Rinder sind ohnehin nicht aus biologischer Haltung. Ich vermute, dass die Tiere auch nicht besonders artgerecht gehalten werden.

Das Simmertal liegt in der Schweiz, die Rinder für die Herstellung von Hamburger kommen aber immer aus Deutschland. Die Rasse nennt sich Simmertaler Rinder weil sie vor über 180 Jahren in Süddeutschland angesiedelt wurden. Diese Rinder- art hat also während über 180 Jahren sicherlich eine Änderung der Qualität und typischen Eigenarten erfahren müssen. Das Fleisch der original Simmertaler Rinder aus der Schweiz ist so teuer, dass es zu schade ist für die Hamburger- herstellung und sehr wahrscheinlich nicht dafür verarbeitet wird. Keine Werbung für Hamburger gibt Infos. ob das Rind für die Fleischverarbeitung ein Milch - oder Fleischrind war. 

 

Das Leid mit Light

Hebt die Werbung einen extrem geringen Fettgehal hervor, z.B. 0,2 % Fett im Joghurt, kannst du davon ausgehen das dann der Zuckergehalt um so höher ist, tja und dann is nix mit light. Das liegt daran, dass Zucker und Fett Geschmacks- träger sind. Kein Fett und kein Zucker gibt auch keinen Geschmack.

 

Die Pflicht zur allergenen Kenzeichnung ist sinnlos

Was nützt eine Kennzeichnungspflicht aller Lebensmittel in der Gastronomie wenn dann folgender Hinweis erlaubt ist "kann Spuren von Nüssen, Sesam, Ei etc. enthalten". Das ist zum Beispiel für Eiallergiker eine Unverschämtheit. Alle Gastronomiebetriebe müssen täglich lange Listen erstellen um der gesetzlichen Auflage der "Allergenekennzeichnung" zu entsprechen. Ein enormer Kosten- aufwand der letztlich die Preise für Gäste erhöht. Hier hat sich die Lebens- mittellobby mal wieder erfolgreich durchgesetzt, wie fast immer. Allergiker habe keine Vorteile, Gastronomiebetriebe haben aber enorme Nachteile, besonders gute Restaurants, Kantinen, Bistros etc. Diese müssen täglich ihr Sortiment ändern und neue Kennzeichnungen schreiben und Mitarbeiter schulen.

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